Konzeption

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Die Tanztherapie am Institut bezieht sich in ihrer Psychotherapie auf Ansätze der Tiefenpsychologie, die von einem konfliktorientierten und kulturspezifischen Menschenbild ausgehen. Diese Betrachtungsweise wird von der Existenz eines Unbewussten und dem Mechanismus der Verdrängung bestimmt. Der Ursprung ist auf die Psychoanalyse von Freud zurück zu führen, wodurch Konflikt und Verdrängung als konstitutives Element die Psyche des Menschen bestimmen.

Carl Gustav Jung erweitert dieses Modell durch die Erkenntnis eines kollektiven Unbewussten. Die Phänomenologie durch Edmund Husserl ergänzt diesen Ansatz, wonach das Unbewusste nun als eine bestimmte Weise des Lebens ohne volles Bewusstsein aufzufassen ist. Die Erkenntnisse des Tanzes sind in Theorie und Praxis mit diesen Theorien verknüpft.

Das Konzept am Institut bezieht sich auf diese Ansätze und erweitert sie um den intermediären Raum und die Übergangsobjekte von »Winnicott« und den Überlegungen von »Lacan«. Diese holen die Triebtheorie und das Unbewusste in das kulturelle und das interaktive Geschehen zurück. Damit entsteht in der Tanztherapie des Instituts der Bezug zum Ausdruckstanz und zur Flüchtigkeit des Tanzes, entsprechend der neueren Erkenntnisse der Tanzwissenschaft und der Bewegungsanalyse von Rudolf von Laban.