Vorträge

10_VORTRAG

2013 Moderner Tanz und Tanztherapie

Vortrag und Diskussion – Masterarbeit zum MAS TanzKultur an der UNI Bern / Schweiz 2011
Hamburg, Studio Max-Brauer-Allee 72

Abstract: Am Freitag den 1. November 2013 wird Anna Pohlmann ihre Abschlussarbeit „Moderner Tanz und Tanztherapie“ zum Master of Advanced Studies in TanzKultur an der Universität Bern, als PP Vortrag demonstrieren. Dabei wird nicht die Arbeit in ihrem bestehenden Verlauf referiert, sondern es werden Aspekte hervorgehoben, wodurch der Zusammenhang zur Tanztherapie am Institut und die damit einhergehenden Überlegungen aufgezeigt werden, um anschließend miteinander ins Gespräch kommen zu können.

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In den 80er Jahren beginnt die wissenschaftliche Forschung des Tanzes ein adäquates eigenes Handwerkszeug der Tanzforschung zu entwickeln. Zum gleichen Zeitpunkt beginnt sich die Tanztherapie als kunsttherapeutische Methode zu etablieren, die sich aus dem Ausdruckstanz der 20er Jahre in den USA entwickelt hatte. Obwohl gleichermaßen auf der Tanzkunst basierend, konnten die Wissenschaft des Tanzes und die Tanztherapie sich nicht gegenseitig inspirieren. Durch eine Fokussierung auf psychologische Disziplinen sind die meisten radikalen Veränderungen der Tanzkunst und der Tanzwissenschaft größtenteils über die Tanztherapie hinweggegangen. Das therapeutische Medium Tanz verändert sich darin zusehends zur Bewegung hin. Ziel dieser Arbeit ist es, an Hand von Körperkonzepten aufzuzeigen, inwieweit die neueren Entwicklungen des Modernen Tanzes für die Tanztherapie erweiterte Möglichkeiten zu methodischen Vorgehensweisen und inhaltlichen Diskursen bieten könnten, und: inwiefern könnte eine Wiederbesinnung, Erweiterung und eventuell eine Neubestimmung des Ausdruckstanzes für die Tanztherapie von Bedeutung sein. Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Bedeutung des menschlichen Körpers, als Bindeglied beider Disziplinen an dem sich die derzeitigen tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen manifestieren. Beschrieben werden die Auswirkungen der gesellschaftlichen Verhältnisse auf den Tanz und auf die Psyche des Menschen, ausgehend von einem zunehmenden Verschwinden des Körpers, auch wenn dieses nicht so scheint. Bezogen auf Gerald Siegmund werden psychoanalytische Theorien und der Subjektbegriff von Jacques Lacan im Tanz und in der Psychologie auf eine gesellschaftliche Ebene positioniert. Im theoretischen Teil werden zunächst Probleme der Anthropologie und eine Theorie der Körperkonzepte des Tanzes und der Psychologie referiert. Psychoanalytische Ansätze von Freud und Lacan werden um phänomenologisches Gedankengut zur Erfassung der frühen Kindheit und in seiner Verankerung zur kulturellen Bezogenheit mit Rückgriff auf Winnicott erweiternd dargestellt. Die Theorie von Lacan erfolgt, wegen der großen Nähe zum Zeitgenössischen Tanz, im analytischen Teil. Dieser setzt sich mit den Implikationen des Ausdruckstanzes und des Zeitgenössischen Tanzes auseinander In ihm werden die Unterschiede skizziert, aber auch die Gemeinsamkeiten. Beschrieben werden ihre Geschichte, ihre Protagonisten und ihre Körperkonzepte. Letztere werden demonstriert am „Hexentanz“ von Mary Wigman und an „Unsichtbarst“ von Anna Huber. Der dritte Teil behandelt die Tanztherapie und ihre Implikationen. In der Bestimmung ihrer Körperkonzepte wird die Aufsplitterung der Tanztherapie in verschiedene theoretische Ansätze deutlich und zur Diskussion gestellt. In der abschließenden Diskussion sind die Aussagen dieser Arbeit zusammengefasst und kommen unter besonderer Berücksichtigung der Körperkonzepte zur Betrachtung. Es wird sich kritisch mit dem derzeitigen Stand der Tanztherapie und ihrem Verhältnis zum Tanz auseinandergesetzt.

2003 Festival „Polski Teatr Tanca“ Poznan (Posen) – Polen

Vortrag und Praxis Psychotherapeutischer Tanztherapie


2000 Seminarhaus Prenzlauer Berg Berlin

Körperbilder in der Diagnostik (unvollständig)


1996 Congress World Association for Psychosocial Reh.

Indikation für Psychotherapie und innovative Behandlungsform von Psychosen

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In langjähriger Tätigkeit an einer psychiatrischen Tagesklinik, hat die Autorin PatientInnen mit psychotischer Problematik begleitet und mit diesen Erfahrungen die Methode der Tanztherapie als Psychotherapie weitergeführt. An Hand eines Verlaufs einer 4 jährigen tanztherapeutischen Psychotherapie mit einer jungen Frau mit chronifizierter Schwangerschaftspsychose wird aufgezeigt, wie das Verfahren als qualifizierte psychotherapeutische Methode und innovative Behandlungsform von Psychosen angewendet werden kann. Der „Bewegungsraum“ als persönlicher Umraum, gewinnt dabei als kommunikativer Raum und als ambulante zwischen Therapeut und Patient eine besondere Bedeutung. Es wird ebenso aufgezeigt, wie mit der tanztherapeutischen Methode des „Spiegelns im gemeinsamen Tanz an den Grenzen von „Ich“ und „Nicht- “ das Thema innerer und äußerer Welt erarbeitet wird, so dass im Verlauf der Therapie unter Einbeziehung kreativer Medien und tänzerischen Formungsprozessen die Hinführung vom konkretistischen zum abstrakteren Denken möglich wird. In der Presentation wird der therapeutische Verlauf der Therapie unter Einbeziehung lebensgeschichtlicher Besonderheiten geschildert, die Zusammenarbeit mit klinischer und gemeindepsychiatrischer Versorgung aufgezeigt und einige in diesem Fall angewendete tanztherapeutische Methoden als Selbsterfahrung angeboten. In der anschließenden Diskussion kann auf allgemeine Fragestellungen in der Behandlung von Psychosen mit der tanztherapeutischen Methode eingegangen werden. Von der Patientin hergestellte Körperbilder unterstreichen ein Menschenbild, in dem von einer kreativ schöpferischen Bedingtheit des Menschen ausgegangen wird.

1995 Forum Rehabilitation – Congress Centrum Hamburg

Tanztherapie als psychotherapeutisches Verfahren und innovativer Behandlungsform

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Das Psychotherapeutische Institut für Tanztherapie hat es sich zur Aufgabe gemacht psychotherapeutische Verfahren stärker in die Tanztherapie zu integrieren. Dies geschieht unter anderem als Reflexion tanzpsychotherapeutischer Einzel- und Gruppentherapie in denen die Elemente von Tanz und Bewegung tiefenpsychologisch mit der Lebensgeschichte im Übertragungsgeschehen in Zusammenhang gebracht werden. Tanztherapie ist gerade da wirksam, wo Störung der Psyche sich als Bewegungshemmung körperlich manifestiert. Tiefenpsychologisch ausgerichtete Tanztherapie ist hier in der Lage tänzerische, verbale und andere nonverbale Interventionen miteinander zu verbinden. Das Medium Tanz kann gegebenenfalls vorerst im „Imaginären“ psychotherapeutisch begleitet werden, bis der Bezug zur konkreten Bewegung, als Ausdruck innerpsychischer Mobilität möglich wird. So erfordert die tanzpsychotherapeutische Tätigkeit nicht nur tänzerische Qualitäten. Gefragt sind psychologisches Wissen und diagnostische Fähigkeiten, womit dann, in einem sensiblen ineinander greifen von psychotherapeutischen Erkenntnissen und Grundannahmen des Tanzes, die heilende Wirkung von Tanztherapie als psychotherapeutisches Verfahren zum Tragen kommt. Es soll an Hand von Fallbeispielen aufgezeigt werden, wie dieses Verfahren in einem weitreichenden diagnostischen Spannungsbogen tätig sein kann.

1992 Universitätsklinik Eppendorf Hamburg Psychiatrie

Vortrag und Video;  Pilotstudie zu einer Diplomarbeit in Psychologie 1990. Erfassung und Veränderung einer ausgewählten Tanztherapeutischen Gruppe.