Alle Beiträge von Magdalena Jäger

Meditation und Tanz

In fast allen interkulturellen Tanzstilen sind meditative Aspekte ihrer Tanztechnik enthalten. In diesem Seminar werden diese Aspekte unterschiedlichster Tanzstile auf der Basis ihrer einfachen Grundschritte sowohl in Kreistänzen als auch in einzelnen individuellen Tanzfiguren zu meditativen Erlebnissen führen.

 Dabei verhilft die klare und einfache Anordnung der Schritte in der Wiederholung ihre rhythmische Strukturen körperlich anzunehmen als auch psychische Zustände zu kompensieren. So kann in einem Akt der Konzentration die Verbindung einer inneren und äußeren Welt in einer Einheit von kosmischer und psychischer Ordnung erlebbar werden, identisch mit dem Innersten seiner Selbst.

Im Wesentlichen sind es Elemente der Tanzstile von Ballett, Walzer, Modern, Khatak und Derwisch drehen die mit oder ohne Musik zur Anwendung kommen. Das Seminar ist offen für Personen mit oder ohne Tanzerfahrung und ist auf die individuellen Bedürfnisse der TeilnehmerInnen im Ablauf des Seminars eingestellt.

 

Sufidrehen;
ein Video mit
Anna und Michael

Im letzten Jahr hat sich Anna Pohlmann intensiv mit dem Sufidrehen und Khatak tanzen beschäftigt. Ein guter Lehrer und Begleiter war ihr dabei Michael Knaupp mit dem sie nun dieses berührende Video aufgenommen hat. In diesem Video des Sufidrehens finden sich verschiedene Zeitvorstellungen wieder die auch das Denken und die Philosophie am PITTH prägen.

Zyklische – lineare – mystische Zeit

Zyklische Zeit

Entspricht einem östlich-hinduistischen Zeitbewusstsein, in dem Leben als ein Prozess der Entfaltung und Wiederkehr in der Wiederholung gedacht wird. Mit dieser Identifizierung von „Zeitlosigkeit“ kann ein heilbringender Zustand erreicht werden, der Ziel vieler Meditationstechniken und spiritueller Disziplinen ist

Lineare Zeit

Entspricht eher eines westlichen Zeitverständnisses, wo zwar ein Leben linear mit Anfang und einem Ende gedacht wird, aber vielfältige auch opfernde Rituale auf die Einheit von „Vergehen und Werden“ verweisen. Im Tanz der Gestirne steht die lineare Zeit mit den astronomischen Abläufen im Einklang, womit der Wechsel akzentuiert wird. Sie integriert stets einen dynamischen “Zeitraum“, wodurch die körperliche Tanzgestaltung abstrakter werden kann und in ihrer mathematischen Rhythmisierung eine körperlich geometrische Ornamentierung.erhält

Mytische Zeit

Unabhängig von den genannten Zeitvorstellungen, steht diese Konzeption in Relation zu einer gedachten ewigen Zeit als eine statische nicht veränderbare Zeit. Dieses sowohl sakrale als auch mytische Zeitmoment spiegelt sich im Tanz durch besondere körperliche Posen wieder, die darin für einen „heiligen Augenblick“ konkretisiert werden können und in fortlaufenden tänzerischen „Drehmomenten“ erlebbar wird.

Weitere theoretische Arbeiten finden sie unter https://pitth.de/medien/vortraege/

Authentic Movement Einführungsseminar

Das Authentic Movement beinhaltet eine dyadische Beziehung zwischen einem „Mover“ mit geschlossenen Augen während der Bewegung und einem unbewegten oder bewegten „Zeugen“ als aufmerksamen und achtsamen Begleiter. Beide vertiefen ihre Erfahrungen miteinander in einem wertfreien und nicht interpretierenden sprachlichen Austausch, in dem die bewussten und unbewussten Inhalte und Prozesse auftauchen. So werden tiefgehende Erfahrungen mit sich „Selbst“ im Spiegelbild „der Anderen“ möglich. Verschüttete und unbewusste Erinnerungen können ins Bewusstsein dringen und in der tänzerischen Improvisation zur Darstellung kommen. Innerhalb einer fortlaufenden Gruppe erweitert sich somit die Introspektionsfähigkeit, was zur möglichen Erfahrung einer „positiven Leere“ führen kann.

Dieses Einführungsseminar vermittelt einen praktischen Einstieg in die Methode des Authentic Movement (AM) unter Einbeziehung von spezifischen tänzerischen und tanztherapeutischen Methoden, wie es als Psychotherapeutische Methode der Tanztherapie am Institut durchgeführt wird. Das Seminar ist sowohl für Interessierte angedacht, die keinerlei Erfahrungen im AM aufweisen oder vertiefende Anliegen damit verbinden möchten. Es wird den individuellen Bedürfnissen der Gruppe angepasst und eventuell kreative Medien mit einbezogen.

 

Besinnliche Adventszeit

Wir wünschen All denen, die auf unterschiedliche Weise mit dem PITTH verbunden sind oder gerade zum ersten Mal neugierig auf unserer Seite verweilen eine freud- und hoffnungsvolle Adventszeit. Diese dunkle Zeit des Jahres, in der alles ruht um mit neuer Kraft im Frühling zu erwachen, lädt ein sich zu besinnen und neben all dem Trubel der Vorweihnachtszeit, zurückzublicken auf das vergangene Jahr.

Für uns geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Es begann mit der Fertigstellung unserer Broschüre, dem Beginn des Kurs 19 und den Prüfungen, die vier Absolvent*innen erfolgreich hinter sich gebracht haben und für die letzten zwei Prüflinge steht sie am 21.12 noch aus. Die „Authentic Movement Gruppe“ endet im März und die noch laufende „Tanztherapeutische Selbsterfahrungsgruppe“ begann. Die Teilnehmerinnen geben in einer wohlwollenden und vertrauensvollen Atmosphäre, mit Hilfe unterschiedlicher kreativer Medien, ihrem inneren Erleben einen Ausdruck. Durch diese Auseinandersetzung und die Fähigkeit der Introspektion werden teils neue Wege gefunden mit den unterschiedlichen Herausforderungen des Lebens umzugehen.

Pilates und Tanz-therapie

In diesem Seminar werden Ansätze der Philosophie von Josef Pilates mit tanztherapeutischen Methoden zusammengeführt. Zwischen Körper und Seele heerscht noch immer eine Dualität, ein getrennt von einander sein. Mit verschiedenen Übungen aus Pilates wird die Sensibilität für die Wahrnehmung des Körpers und seiner anatomsichen Verbindungen verfeinert. In der tänzerischen Improvisation soll diese verbesserte Wahrnehmung mit dem körperlich- emotionalem Erleben in Verbindung gebracht werden und zu einer Erweiterung der Ausdrucksfähigeit führen. Somit wird der eigene Leib, als beseelter Körper, bewusster und kann das eigene in der Welt sein und die Beziehung zu sich und Anderen verändern.

Zulassungsseminar

Der Einstieg in den Grundkurs und die Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt nach der erfolgreichen Teilnahme an einem Zulassungsseminar. Grundsätzlich ist dieses als ein beiderseitiges Auswahlseminar aufzufassen. Es vermittelt in Theorie und Praxis als Selbsterfahrung die Arbeitsweise des Instituts und beinhaltet unter anderem die tanztherapeutische Arbeit mit Märchen. Ein tabellarischer Lebenslauf mit den wichtigsten Lebensdaten und dem beruflichen Werdegang sollten vorliegen. Die Anmeldung kann schriftlich oder per mail erfolgen.

Eine neue Broschüre entsteht

In dem über 20-jährigen Bestehen des Instituts hat sich, angepasst an gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen, das Konzept und die Philosophie des Institutes stets weiterentwickelt. In einer intensiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit und der Zukunft des PITTH sind wir dabei eine lebendige, bildreiche und informative Broschüre zu entwickeln, die die Weiterentwicklungen des Instituts veranschaulichen soll. Wir freuen uns diese im Februar verschicken zu können. Wenn Sie auch gerne eine Broschüre hätten und nicht sicher sind ob wir Sie in unserer Datenbank haben mailen Sie uns einfach ihre Adresse.

Frohe Weihnacht und einen guten Start ins neue Jahr!

Das Ende des Jahres naht und die Vorweihnachtszeit hat begonnen. Es ist die Zeit der Erwartung, Vorbereitung und Besinnung. Im Christentum ist es die Erwartung der Geburt Christi und der Besinnung auf die Menschwerdung Gottes. Aber auch die Natur ruht sich aus, um im Frühling mit neuer Kraft wieder zu erwachen. Diese Zeit erinnert an das fortwährend Zyklische des Lebens. An die Vergänglichkeit und das Neuentstehen, das Leben und den Tod, das kommen und gehen der Jahreszeiten.
In diesem Sinne wünschen wir besinnliche Weihnachten, einen ruhigen Ausklang des Jahres und einen inspirierenden Start in das Jahr 2018!

Authentic Movement
intensiv

Dem frühen archaischen Bewegungserleben wird eine besonders elementare Kraft zugeschrieben. Sie speist sich aus biologischen Wurzeln, die sich als elementare und urwüchsige Empfindung sprachlos aber effektvoll als lebenswichtiges Kräftepotential äußert. In diesem 20 stündigem Seminar wird mit kreativen Medien und tanztherapeutischen Arbeitsweisen ein Zugang zu diesem Bereich eröffnet, der mit dem Authentic Movement vertiefend körperlich erfahrbar wird und ins Bewusstsein dringen kann. Insofern bildet die Basis dieses Intensivseminars das Authentic Movement als Methode der psychotherapeutischen Tanztherapie. Das Authentic Movement beinhaltet die Beziehung zwischen einem „Mover“ mit geschlossenen Augen während der Bewegung und  einem  „Zeugen“ als aufmerksamen und achtsamen Begleiter, bezogen auf eine aktive Imagination der Bewegung.  Beide vertiefen ihre Erfahrungen in  einem wertfreien und nicht interpretierenden sprachlichen Austausch. Ziel ist es, tiefgehende Erfahrungen mit sich Selbst im „Spiegelbild des Anderen“ zu erfahren, den Körper als emotionalen und materiellen Erfahrungsraum kennen zu lernen und seinen Gedächtnisspuren näher zu kommen.Verschüttete und unbewusste Erinnerungen können ins Bewusstsein dringen und im Tanz zum Ausdruck und zur Darstellung kommen. Durch innere Bewegungen, dem Nachgeben willkürlicher Bewegungsimpulse, entstehen Körperempfindungen und Sinneseindrücke, die als archetypische Bilder in Erscheinung treten. Unter Umständen enstehen daraus kleine performative Darstellungen.

Dieses verlängerte Wochenendseminar bietet die Möglichkeit einer intensiven persönlichen Erfahrung mit den unbewußten und eventuell verschütteten Anteilen der Persönlichkeit und die Methode des Authentic Movement, wie es in besonderer Weise am Institut durchgeführt wird, kennen zu lernen.

 

„Pina – Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren“

31. Juli ab 16 Uhr – Kostenlose Videoveranstaltung mit anschließendem Gespräch

Pina Bausch gehört zu den einflussreichesten Choreographinen unserer Zeit. Ihr Tanztheater ist keine Technik sondern verkörpert eine bestimmte Haltung zur Welt. Es zeigt Menschen wie sie sind und nicht wie sie sein sollten. Der Dokumentarfilm von Wim Wenders stellt die Tänzer und ihre Erlebnisse mit Pina Bausch in den Mittelpunkt und erlaubt somit einen Einblick ihr Leben und künstlerisches Schaffen. Pina Bausch war stets auf der Suche nach ehrlichen, mit dem Körpergefühl identifizierten „wahren“ Bewegungen, welche in einer emotionsgeladenen Körperlichkeit die durch gesellschaftliche Einschreibung entstehenden inneren Konflikte des Menschen widerspiegeln. Ihre choreografische Arbeit war geprägt davon ihren Tänzern Fragen zustellen, die diese in Bewegung, in stilisierter Gestensprache, beantworteten. Dadurch hat sie gemeinsam mit ihnen eine neue Bewegungssprache erschaffen, die poetische und Alltagselemente miteinander verknüpft und die sie mit ihrem intensivem und durchdringenden Blick zu ausdrucksstarken und bewegenden Tanztheaterstücken zusammenfügte.

Die Auseinandersetzung mit dem Tanztheater ist dem PITTH ein besonderes anliegen, da das Tanztheater den Körper, die Gefühle und Fantasien zueinander in Beziehung setzt. Durch diesen symbolischen und stilisierten Ausdruck dessen was uns bewegt können tiefere, versteckte Persönlichkeitsanteile durchdrungen und verstanden sowie eventuell angenommen werden.

Im anschließenden Gespräch kann sich über den Film ausgetauscht werden und ggf. eine Diskussion über die Bedeutung des Tanztheaters für die Tanztherapie entstehen.