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Tanzanleitung


Das prozessorientierte Anleiten von Tanz- und Bewegung in Gruppen und im Einzelkontakt ist eine Voraussetzung der tanztherapeutischen Arbeitsmethode. Als Kunsttherapie kommen dabei Fragen zur Anleitung von Tanzstilen und zur künstlerischen Projektarbeit innerhalb therapeutischer Arbeitsweisen zur Anwendung.

Sie bieten die Möglichkeit, sich im Anleiten von Tanz- und/oder Bewegungsinterventionen zu erfahren und Fragen aus der Praxis von Tanztherapie unter Supervision vertiefend zu reflektieren. Dieses Seminar ist sowohl für TanztherapeutInnen aus der beruflichen Praxis als auch für Absolventen der Weiterbildung und für Personen aus anderen tänzerischen oder therapeutischen Berufsfeldern geeignet.

Besinnliche Adventszeit

Wir wünschen All denen, die auf unterschiedliche Weise mit dem PITTH verbunden sind oder gerade zum ersten Mal neugierig auf unserer Seite verweilen eine freud- und hoffnungsvolle Adventszeit. Diese dunkle Zeit des Jahres, in der alles ruht um mit neuer Kraft im Frühling zu erwachen, lädt ein sich zu besinnen und neben all dem Trubel der Vorweihnachtszeit, zurückzublicken auf das vergangene Jahr.

Für uns geht ein ereignisreiches Jahr zu Ende. Es begann mit der Fertigstellung unserer Broschüre, dem Beginn des Kurs 19 und den Prüfungen, die vier Absolvent*innen erfolgreich hinter sich gebracht haben und für die letzten zwei Prüflinge steht sie am 21.12 noch aus. Die „Authentic Movement Gruppe“ endet im März und die noch laufende „Tanztherapeutische Selbsterfahrungsgruppe“ begann. Die Teilnehmerinnen geben in einer wohlwollenden und vertrauensvollen Atmosphäre, mit Hilfe unterschiedlicher kreativer Medien, ihrem inneren Erleben einen Ausdruck. Durch diese Auseinandersetzung und die Fähigkeit der Introspektion werden teils neue Wege gefunden mit den unterschiedlichen Herausforderungen des Lebens umzugehen.

Zulassungsseminar

Der Einstieg in den Grundkurs und die Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt nach der erfolgreichen Teilnahme an einem Zulassungsseminar. Grundsätzlich ist dieses als ein beiderseitiges Auswahlseminar aufzufassen. Es vermittelt in Theorie und Praxis als Selbsterfahrung die Arbeitsweise des Instituts und beinhaltet unter anderem die tanztherapeutische Arbeit mit Märchen. Ein tabellarischer Lebenslauf mit den wichtigsten Lebensdaten und dem beruflichen Werdegang sollten vorliegen. Die Anmeldung kann schriftlich oder per mail erfolgen.

Fortlaufende
Supervisionsgruppe

Aufgrund von Nachfragen werden drei fortlaufende Termine innerhalb einer halboffenen Gruppe zu supervisonsspezifischen Fragen von Tanztherapie angeboten. Dabei stehen Fragen aus der praktischen Tätigkeit in einem fortlaufenden Prozess im Vordergrund. Es besteht damit die Möglichkeit, mit Erfahrungen im Anleiten von Psychotherapeutischer Tanztherapie bis hin zur tänzerischen Projektarbeit zu experimentieren und unter Supervision zu reflektieren. Somit wird Fortbildung und weitere Vertiefung der Professionalisierung in der tanztherapeutischen Tätigkeit gewährleistet. Gegebenenfalls auch dazu verhelfen, den Einstieg in die Praxis von zu erleichtern. Die Gruppe ist vorerst für vier Monate anvisiert, könnte aber bei Bedarf verlängert werden.

Dieses Seminar ist sowohl für TanztherapeutInnen unterschiedlichster Ausrichtungen als auch für Absolventen der Weiterbildung des Instituts geeignet. Bei entsprechenden Anliegen ist es auch für Personen aus anderen tänzerischen oder bewegungsorientierten Berufsfeldern geignet.
Leitung: Anna Pohlmann

Zur Anmeldung für alle Termine bitte aus technischen Gründen auf dem Formular der Webseite jeden Termin  einzeln anmelden oder sonst per mail bzw. telefonisch.

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2. Zulassungsseminar

Der Einstieg in den Grundkurs und die Anmeldung zur Weiterbildung erfolgt nach der erfolgreichen Teilnahme an einem Zulassungsseminar. Mit entsprechenden Voraussetzungen ist der Einstieg in einen laufenden Kurs eventuell möglich, dann erfolgt die Aufnahme ebenfalls über die Teilnahme an einem Zulassungsseminar. Grundsätzlich ist dieses als ein beiderseitiges Auswahlseminar aufzufassen. Es vermittelt in Theorie und Praxis als Selbsterfahrung die Arbeitsweise des Instituts und beinhaltet unter anderem die tanztherapeutische Arbeit mit Märchen. Ein tabellarischer Lebenslauf mit den wichtigsten Lebensdaten und dem beruflichen Werdegang sollten vorliegen. Die Anmeldung kann schriftlich oder per mail erfolgen.
Leitung: Anna Pohlmann

Zur Anmeldung:
Kurs am 10.09.2016 Kurs am 29.01.2017

Tanztherapie + Märchen

Das Märchen „Schneewittchen“ der Gebrüder Grimm ist die Geschichte weiblicher Adoleszenz innerhalb einer Elternbeziehung, in der uns von Beginn an das negativ narzisstische Element aufgezeigt wird. Hier begegnen uns die vielfältigsten Schwierigkeiten weiblicher Entwicklung, aber auch männlicher – väterlicher – Versagung. Das sich daraus entwickelnde Drama des Neides thematisiert in bestimmender Weise auch heute noch bedingt unser Beziehungsverhalten. Somit werden wir uns mit Fantasien, Gedanken, Bildern, Empfindungen und dem tänzerischen Bewegungsausdruck diesem Märchen als Geschichte von Vernichtungsplänen, Mordanschlägen und einer passiven Heldin in kreativer und „bewegender“ Weise nähern, um so eventuell unserem eigenen Drama zu begegnen. Letztendlich um durch die Begegnung mit unseren inneren Konflikten, den bösen und destruktiven Seiten unserer Persönlichkeit, zu einer neuen und erfüllten Phase des Weiblichen zu gelangen. Je nach Verlauf, werden Aspekte des Märchens bzw. Mythos „Amor und Psyche“ von Apuleius inhaltlich mit einbezogen sowie auf der methodischen Ebene vielfältige kreative Medien und eventuell Aspekte des Authentic Movements.
Leitung: Anna Pohlmann und Antje Feistel

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Therapie+Muttergöttin
Sudhir Kakar

Das indische Selbst ohne Zeit und Raum
aus: Zeit Online – Wissen
von Sudhir Kakar

Bei meinen Reisen in  Europa und den Vereinigten Staaten werde ich oft gefragt, ob Psychoanalyse überhaupt möglich sei in einer traditionellen nichtwestlichen Gesellschaft, die sich in ihren Familienstrukturen und in ihren religiösen und kulturellen Werten so sehr vom bürgerlichen Westen unterscheidet, wo die Psychoanalyse entwickelt wurde. Ich gebe nicht die einfache Antwort, dass indische Analytiker in westlich-modernen Inseln wie Delhi, Bombay, Kalkutta und Bangalore praktizieren. Dort, unter den Angehörigen der Ober- und oberen Mittelschicht, gibt es genügend viele Patienten, die das Freudsche Bild vom Menschen und von den Ursachen seines Leidens akzeptieren und den Analytiker als ihren Verbündeten betrachten, der ihnen helfen soll, ihre Individualität zu verwirklichen.

Ich weiß, dass der Frager wissen will, welche Bedeutung die Psychoanalyse für die Mehrheit der Inder hat, die in ihrer Kultur tief verwurzelt sind. Daher antworte ich: Ja, das traditionelle Indien ist in der Tat sehr anders. In Indien spielt die Großfamilie eine viel größere Rolle als die Kleinfamilie, Muttergöttinnen sind wichtiger als ein Vatergott, der Mensch gilt nicht als Individuum mit einer eigenen Persönlichkeit, sondern als inter- und transpersonales Geschöpf. Außerdem gibt es wesentliche Unterschiede zwischen dem traditionellen Indien und dem modernen Westen, was die Vorstellung von einem erfüllten Leben angeht. Meine Erfahrung mit traditionellen indischen Patienten sagt mir aber, dass Psycho–analyse möglich ist. Man muss nur »die erforderlichen Anpassungen vornehmen«, wie jener indische Astrologe erklärte, als man ihn fragte, wie er Horoskope stelle, wo doch neue Planeten entdeckt worden seien, die in seinem überkommenen System nicht existierten.

Manche dieser Anpassungen betreffen die Theorie. Der indische Analytiker muss erkennen, dass einige psychoanalytische Vorstellungen von psychischer Reife, sozialem Verhalten, »positiven« oder »negativen« Lösungen von Entwicklungskonflikten und Komplexen (wie etwa dem Ödipuskomplex), die meist als universelle Wahrheiten daherkommen, tatsächlich Ausdruck von Erfahrungen und Wertbegriffen des europäischen Bürgertums sind.

Andere Anpassungen beziehen sich eher auf technische Aspekte. Beispielsweise wird in der traditionellen indischen Kindererziehung und in den sozialen Beziehungen Wert auf ein enges, symbiotisches Miteinander gelegt. Was der indische Patient vom Analytiker erwartet – Mitleid und Interesse, Wärme und Anteilnahme –, entspricht eher dem, was er von einem Guru erwartet, als dem westlichen Arzt-Patienten-Verhältnis. Ein indischer Analytiker, der seine Patienten behalten will, kann solche kulturellen Erwartungen nicht ignorieren, sondern muss seine therapeutische »Neutralität« innerhalb dieser Parameter gestalten.

Bei vielen traditionell orientierten indischen Patienten ist die Psychoanalyse aber vor allem deshalb möglich, weil sie, ebenso wie die Patienten im Westen, eine psychologische Modernität besitzen. Diese Modernität ist nicht mit historischer Modernität zu verwechseln, und sie ist auch nicht das Ergebnis der europäischen Aufklärung. Psychologische Modernität heißt, dass der Einzelne erkennt, dass er ein eigenes, komplexes Bewusstsein besitzt.

Es ist die Erkenntnis (und sei sie noch so vage, widerwillig oder konfliktbeladen), dass es subjektive Gefühle und Empfindungen (wie Zorn, Neid und Habgier) sind, die Leiden verursachen, und dass das eigene Bewusstsein helfen kann, gestörte Gedanken und Gefühle im Zaum zu halten und zu bearbeiten.

Traditionsbewusste Hindus würden dem zustimmen und darauf verweisen, dass menschliches Leiden durch die fünf Hauptleidenschaften Geschlechtstrieb, Zorn, Habsucht, Schwärmerei und Egoismus verursacht wird. Auch ein Buddhist würde das Leiden auf innere Ursachen zurückführen, auf Wahrnehmungstrübungen infolge von Angst, Habgier und Neid, die allesamt Ausdruck von Festhaltenwollen sind. Ob im traditionellen Indien oder im modernen Westen – die Psychoanalyse ist nur bei »psychisch modernen« Menschen möglich, denen klar ist, dass nicht externe Kräfte (ein zorniger Gott, ein böser Geist, das Karma eines früheren Lebens), sondern sie selbst die Quelle und die potenziellen Heiler ihres seelischen Leidens sind.

Es gibt jedoch eine Schwierigkeit. Für den traditionellen Inder ebenso wie für den modernen westlichen Patienten, der einen Psychoanalytiker aufsucht, ist Introspektion der Königsweg zur Überwindung von seelischen Problemen. Aber die traditionellen indischen Methoden, die verschiedenen psycho-philosophischen Meditationsschulen, sind nicht dasselbe wie die Selbsterforschung, die in der Psychoanalyse gefordert wird. Die Psychoanalyse, eine abendländische Wissenschaft, stützt sich auf die introspektiven Elemente der späthellenischen Philosophie, in der sich das Selbst durch die aktive Betrachtung des eigenen Lebens definierte, wie dies in der sokratischen Formel des »Erkenne dich selbst« zum Ausdruck kommt.

Die Inder, genauer gesagt die Hindus, kennen eine ähnliche Formel – atmanam vidhi (»Erkenne dein Selbst«), doch das Selbst (atman) unterscheidet sich wesentlich von dem, was Sokrates darunter versteht. Es ist ein metaphysisches, kein biografisches Selbst, losgelöst von Zeit und Raum und daher ohne die lebensgeschichtliche Dimension, die der Kern der Psychoanalyse ist.

Ein traditioneller Inder ist daher psychologisch modern, aber er muss nicht psychologisch bereit im psychoanalytischen Sinne sein. Ganz abgesehen von den introspektiven Fähigkeiten, die der einzelne Patient, ob Europäer oder Inder, mitbringt, muss also die biografische Introspektion erlernt werden, sodass ein indischer Analytiker zunächst sehr viel didaktischer vorgehen wird als sein westlicher Kollege. Und wenn sich sein Patient immer wieder sträubt, den Weg zum biografischen Selbst zu beschreiten, kann sich der indische Analytiker jedes Mal mit dem Gedanken trösten, dass Freud selbst den Beruf des Psychoanalytikers als einen von drei unmöglichen Berufen bezeichnet hat. Allerdings wird er Freuds Worte kaum mit der gleichen befreienden Ironie verwenden können.

Aus dem Englischen von Matthias Fienbork

Sudhir Kakar lebt als Psychoanalytiker in Goa, Indien. Er lehrte an zahlreichen herausragenden Universitäen in USA, Asien, und Europa auch am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Seine Bücher wurden in 21 Sprachen übersetzt und ergehört zu den 25 renommiertesten Intellektuellen unserer Zeit. Zuletzt ist bei C.H. Beck von ihm erschienen: „Freud lesen in Goa“ (2008)

Weiterbildung

Start: 07./ 08. April 2018
1. Zulassungsseminar 04. November 2017

Leitung Zulassungsseminar: Magdalena Jäger
Gesamtleitung: Anna Pohlmann

Die Weiterbildung zur psychotherapeutischen Tanztherapeut*in ist berufsbegleitend über 4 Jahre. Sie findet innerhalb einer geschlossenen Gruppe statt, ergänzt durch deren regionale Gruppentreffs. In Theorie und Praxis Seminaren werden Inhalt und Methodik, in einem Prozessorientierten Ansatz und durch Selbsterrfahrug vermittelt. Laufende Protokolle garantieren den theoretischen Bezug und schulen die schriftliche Ausdrucksfähigkeit als Hinführung zur Abschlussarbeit. So garantiert die Weiterbildung eine Entwicklung der persönlichen und fachlichen Kompetenz von Psychotherapeutischer Tanztherapie auf unterschiedlichen Ebenen von künstlerischer Projektarbeit bis zur therapeutisch heilenden Tätigkeit.

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Psychotherapeutische Tanztherapie

Weiterbildung „Psychotherapeutische Tanztherapie“

Zeit: Samstag 10 – 20 Uhr / Sonntag 10 – 16 Uhr
Ort: Studio Max-Brauer-Allee 72
Leitung: Anna Pohlmann

Die Weiterbildung in Psychothrapeutischer Tanztherapie findet innerhalb einer geschlossenen Gruppe statt, ergänzt durch deren regionale Gruppentreffs.  Die inhaltliche und methodische Ausrichtung kommt als Ansatz des Instituts in Selbsterfahrung und praktischer Vermittlung der Methode in prozessorienter Weise zur Anwendung. Mit dem fünftägigen aushäusigem Intensivseminar werden die gruppendynamischen Prozesse intensiviert. Laufende Protokolle garantieren den theoretischen Bezug und schulen die schriftliche Ausdrucksfähigkeit als Hinführung zur Abschlussarbeit. So garantiert die Weiterbildung eine Entwicklung der persönlichen und fachlichen Kompetenz von Psychotherapeutischer Tanztherapie auf unterschiedlichen Ebenen von künstlerischer Projektarbeit bis zur psychotherapeutisch heilenden Tätigkeit.

weitere Infos

Die Anmeldung erfolgt über das Zulassungsseminar

Altonale 2015

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Wir freuen uns Euch auf der Altonale 2015 in Hamburg-Altona an unserem Stand begrüßen zu dürfen. Wir werden Euch hier ein interessantes Video über unsere Angebote zeigen.

Standplatznummer: V45 – Bahrenfelderstrasse (Alma Wartenberg- und Spritzenplatz)

„Locura“ – spanisch von loco-leidenschaftlich und curar-heilen symbolisiert die Vernetzung einer künstlerischen Therapieform des Tanzes als Tanztherapie mit interkulturellen Tanzkursen, Seminaren, Projekten und Fort- und Weiterbildungen für Kinder und Erwachsene. Grundlage ist die Achtung & Wertschätzung des Körpers in seinen kulturellen und persönlichen Aspekten.

TANZTHERAPIE – Gruppen-Tanztheater-Weiterbildung-Einzelstunden
EURO DANCE – Ballett-Modern & Zeitgenössischer Tanz
KIDS & TEENIES – 2-14 Jahre
LATINO TANZ – Bachata-Salsa-Rueda

Max-Brauer-Allee 72 – 22765 Hamburg-Altona – T. 040 389 2379