Authentic Movement und Tanztheater

In einer fortlaufenden Gruppenerfahrung  mit der Methode des Authentic Movement können unter Einbeziehung tanztherapeutischer Methoden persönliche Probleme sich positiv verändern und  der Zugang zu einem kreativen Potential sich eröffnen oder sich intensivieren. Sie stärkt das „Selbstempfinden“ und führt zur tragfähigen persönlichen Sicherheit und zu einem stabilen Umgang mit konflikthaften Prozessen. Im „Spiegelbild der Anderen“ wird der Körper als emotionaler und materieller Erfahrungsraum wiederbelebt.
Die Methode wurde von Mary Stark Whitehouse (USA) begründet und von Janet Adler (USA) weiter entwickelt. Durch die Beziehung zwischen einem „Mover“ mit geschlossenen Augen während der Bewegung und einem „Witness“ als aufmerksamer Zeuge der Bewegung, werden in der freien Improvisation sowohl verborgene Bilder wiederbelebt als auch verschüttete Prozesse zu tiefen Schichten der Erinnerung möglich entsprechend einer aktiven Imagination innerhalb der Bewegungsimprovisation. Die Erfahrungen werden unter Beachtung einer wertfreien und nicht interpretierenden Kommunikationsweise verbalisiert, was zur fortschreitenden Selbsterkenntnis führt. Am Institut werden mediale Ausdrucksformen und spezifische Methoden der Tanztherapie prozessorientiert in die Methode des Authentic Movement einbezogen. Sie verhelfen dazu eine dreidimensionale Struktur des Koerpers erfahrbar zu machen, womit durch das Erleben von Koerpergrenzen eine Stabilisierung der Persönlichkeit gegeben ist, die zu Erlebnissen von tiefergehenden Prozessen die erforderlichen Voraussetzungen schafft. Somit  ist die Teilnahme an diesen Gruppen für einen vielfältigen  Personenkreis möglich.

Die Idee eines therapeutischen Tanztheaters entwickelte sich in Anlehnung an die Methode des „Theater der Unterdrückten“ von Augusto Boal in Brasilien. Darin wird Kunst und Selbsterfahrung mit politischem Probehandeln kombiniert. Die Inhalte der Szenen entstehen aus einem Dialog von Teilnehmern und dem Regisseur. Ausgehend von diesen Prinzipien entwickeln sich die thematischen Inhalte des therapeutischen Tanztheaters basierend auf den Erfahrungen und Bewegungsformen der TeilnehmerInnen innerhalb der fortlaufenden Gruppe des Authentic Movements. Deren Inhalte werden in einem gemeinsamen Dialog zu einer Choreografie als Tanztheater umgesetzt. So entstehen die Szenen aus den  emotionalen und tänzerischen Erfahrungen der GruppenteilnehmerInnen und den darin verwendeten Medien von Musik, Malerei, Tonarbeiten und Videos. Über eine eventuelle Aufführung entscheiden die GruppenteilnehmerInnen.

Leitung: Anna Pohlmann
Kosten: siehe Preise
Anmeldung hier

Zur Teilnahme an der Gruppe ist ein kostenloses, persönliches Vorgespräch verpflichtend.