Alle Beiträge von Anna Pohlmann

Tanztherapie für Frauen nach Tumorerkrankung

Dieses Intensivseminar ist geeignet für Frauen, die nach überstandener Tumoroperation ihr Immunsystem durch Bewegung und Tanz stärken möchten. Die durch die Erkrankung bedingten körperlichen Veränderungen führen häufig zu einer Verunsicherung in der eigenen Identität. Dieses Seminar möchte dabei unterstützen, sich mit dem veränderten Körperbild auseinander zu setzen.Aufwärmübungen im Liegen und Stehen unter Einbeziehung von Atem und Stimme lockern den gesamten Körper und bereiten darauf vor, die Wahrnehmung zu schulen und die Körperverbindungen zu erfahren. Neben der Musik werden andere kreative Medien mit einbezogen, wie z.B. Tücher sowie mit Mal- und Tonmaterial. Getanzte Wörter, Sätze oder kleinere Texte fördern die Kreativität und geben dem Seminar eine spielerische Lebendigkeit. In Tanzimprovisationen kann das, was sich innerlich bewegt hat, zum Ausdruck gebracht werden. Gespräche über das im Tanz Erlebte begleiten den Prozess, so können auf diese Weise die körperlichen Veränderungen angenommen werden und sich das seelische Gleichgewicht stabilisieren. Teilnehmen können an Krebs erkrankte Frauen aller Altersgruppen. Tänzerische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich

Leitung: Silvia Rohwer

 

 

Contactimprovisation und Tanztherapie

Thema des Seminars sind die ursprünglichen Elemente der in den 60er Jahren in Amerika entwickelten Contactimprovisation, nämlich Schwerkraft, Bewegungsdynamik, Körperkontakt und Vertrauen in den Körper. Innerhalb des Kurses werden grundlegende technische Fähigkeiten vermittelt wie Gewicht geben und nehmen, Balance riskieren und sich im Raum orientieren. Die Vertiefung wird durch den Fokus auf die Körperwahrnehmung und die Aktivierung des Körpergedächtnisses geschaffen. Die sich daraus entwickelnde Improvisation, das dynamische Spiel und die wechselnden Partnerkonstellationen erlauben den TeilnehmerInnen sich selbst im Kontakt zu anderen zu spüren, eigene Bewegungsmuster zu erkennen und neue zu entdecken. Die daraus resultierenden Themen wie Nähe/Distanz, Macht/Ohnmacht, Autonomie/Abhängigkeit werden verbal und als tanztherapeutische Vorgehensweise auf genommen und in der Contactimprovisation weitergeführt. Auf diese Weise geschieht eine wechselweise Verbindung mit den tanztherapeutischen Methoden.

Leitung: Antje Feistel

Ausdruck und Präsenz im Tanz

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Im Mittelpunkt dieses Workshops steht das Erleben der persönlichen Ausdruckskraft in der tänzerischen Bewegung mit den tänzerischen und inhaltlichen Themen des Ausdruckstanzes. Über die Improvisation können unerahnte Seiten der Persönlichkeit in Erscheinung treten und Bekanntes mit anderen Facetten vertieft werden. Daraus können unplanmäßig kleine Szenen und Sequenzen entstehen, die sich dann vielleicht in überraschender Weise weiter entwickeln. Auf diese Weise sich die Gefühlswelt neu zu erschließen und den Körper in seiner Lebendigkeit zu erleben, ermöglicht es, sich  der kreativen Potentiale wieder bewusst zu werden. Die Bewegungsanalyse von Rudolf von Laban als Kunst der Bewegung kommt wechselweise in Improvisation, Performance und Choreographie zur Wirkung. Geeignet für tanzerprobte als auch absolut tanzunerfahrene Interessenten und Interessentinnen sowie für Personen mit dem Hintergrund einer Burn Out Erfahrung.

Leitung: Anna Pohlmann

Zeitgenössischer Tanz < > Choreographischer Baukasten

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In diesem Seminar wird die tänzerische Vielfalt des Zeitgenössischen Tanzes zur spielerischen Improvisation genutzt, in der mit den eigenen tänzerischen Möglichkeiten experimentiert werden kann. Verborgene Bewegungspotentiale werden wiederbelebt, erprobt und anschließend in eine Performance und/oder eine Choreografie umgesetzt. Den Zeitgenössischen Tanz zeichnet es in besonderer Art und Weise aus, keine spezifische Technik zu vermitteln, sondern unterschiedliche und interkulturelle Methoden des Tanzes anzuwenden. So entsteht ein ständiger Wandel von unterschiedlichen Formen und Stilen, in denen „Alltagsbewegungen“ einbezogen sind. Auf diese Weise wird in dem Seminar nicht nur die tänzerische Spontanität geschult, sondern ebenso choreografische Fertigkeiten an Hand des „choreografischen Baukasten“, von Prof. Gabriele Klein und Gitta Bartel vermittelt und erprobt. Musikalischer Rhythmus, Taktempfinden und die körperliche, experimentelle Bewegungserfahrung der Teilnehmer werden erweitert und die Fähigkeit, komplexe Tanzkompositionen choreografisch umzusetzen geschult. Für Personen mit Bewegungserfahrung und/oder professionell Interessierte.

Leitung: Bettina Kurtz

Kreative Kraft und Körperarbeit

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Dem körpernahen, sensorisch frühen Bewegungserleben wird eine besonders elementare Kraft zugeschrieben. Sie speist sich aus biologischen Wurzeln, die sich als elementare und archaische Affektempfindung sprachlos äußert. Damit entwickelt sich ein lebenswichtiges Kräftepotential, das die Antriebsdynamik des Erwachsenen bestimmt und sich in seinem Bewegungsverhalten äußert. Das Seminar wird in einer Zusammenführung von neueren Erkenntnissen der Körperarbeit, des Tanzes, der Bewegungsanalyse und tanztherapeutischen Methoden eine Verbindung von der frühkindlichen Bewegungsentwicklung bis zur Antriebsdynamik des Erwachsenen herstellen und diese mit entwicklungspsychologischen Betrachtungen  zusammen führen. Es wird im Besonderen der Frage nachgegangen, wie sich der Übergang von den Vorläufern der Antriebe zur vollen Antriebsdynamik des Erwachsenen vollzieht. Einhergehend mit dem Übergang einer affektbezogenen Empfindungswelt des Säuglings zur symbolhaften Gestaltungskraft des Erwachsenen. Je nach Gruppendynamik können die auftretenden Themen in einer choreografische Darstellung ihren Abschluss finden.

Leitung: Bettina Kurtz und Anna Pohlmann

 

 

Tanztherapie und Märchen

Das Märchen „Schneewittchen“ der Gebrüder Grimm ist die Geschichte weiblicher Adoleszenz innerhalb einer Elternbeziehung, in der uns von Beginn an das negativ narzisstische Element aufgezeigt wird. Hier begegnen uns die vielfältigsten Schwierigkeiten weiblicher Entwicklung, aber auch männlicher – väterlicher – Versagung. Das sich daraus entwickelnde Drama des Neides thematisiert in bestimmender Weise auch heute noch bedingt unser Beziehungsverhalten. Somit werden wir uns mit Fantasien, Gedanken, Bildern, Empfindungen und dem tänzerischen Bewegungsausdruck diesem Märchen als Geschichte von Vernichtungsplänen, Mordanschlägen und einer passiven Heldin in kreativer und „bewegender“ Weise nähern, um so eventuell unserem eigenen Drama zu begegnen. Letztendlich um durch die Begegnung mit unseren inneren Konflikten, den bösen und destruktiven Seiten unserer Persönlichkeit, zu einer neuen und erfüllten Phase des Weiblichen zu gelangen. Je nach Verlauf, werden Aspekte des Märchens bzw. Mythos „Amor und Psyche“ von Apuleius inhaltlich mit einbezogen sowie auf der methodischen Ebene vielfältige kreative Medien und eventuell Aspekte des Authentic Movements.
2017 kein Angebot

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Mirroring – Spiegeln

Die Methode des Spiegelns (mirroring) ist auf  Penny Lewise im Kontext einer „dyadic choreography of object relations“ zurück zu führen. Trudi Schoop begann ins Besonderen damit am Bewegungsausdruck mit psychiatrischen Patienten zu arbeiten, es kommt aber in vielen anderen Bereichen und unter unterschiedlichsten Modifizierungen zur Anwendung

Phänomenologie

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Die Phänomenologie der Wahrnehmung von Edmund Husserl, die von einer subjektiv geprägten Erscheinung der Dinge ausgeht, wird von Merleau-Ponty weiterentwickelt. Er hebt die unlösbare Verknüpfung von Körper und Bewusstsein in eine neue, dritte Dimension, die er »Zwischenleiblichkeit« nennt. In dieser »Zwischenleiblichkeit« sind in den Kategorien der Leiblichkeit, der Räumlichkeit und der Intersubjektivität die grundlegenden Weisen der Existenz als des „In-der-Welt-Seins« miteinander verknüpft.

Psychoanalyse

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Einhergehend mit der biologisch determinierten Triebtheorie von Freud entstehen Konflikte aus innerpsychischen gegensätzlichen Strebungen. Sie treten in entstellter Form als Symptombildung und Verhaltensstörung auf, wenn sie sich aufgrund widersprechender Gefühle oder sozialer Verbote nicht integrieren lassen. Damit wird das Unbewusste zu einem besonderen seelischen Ort, aufgefüllt mit einer spezifischen Energie durch verdrängte Inhalte und Mechanismen triebgesteuerter Konflikte.

Zeitgenössischer Tanz

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Tänzerinnen des CDSH im Sprechwerk Hamburg, Foto: Sabine Hanse

Der Zeitgenössische Tanz zeichnet sich durch eine besondere Vielfalt und einen außergewöhnlichen und interkulturellen Facettenreichtum aus, wodurch er schwer zu definieren und tanzgeschichtlich kaum einzuordnen ist. Die Choreografien unterscheiden sich in Tanzstilen und Ästhetiken, die sich über vielseitige Körperbewegungen und choreografische Kompositionsprinzipien definieren. Ihr Spektrum reicht von der Virtuosität des Tanzes bis zum Nicht-Tanz, von Populärtänzen bis zur klassischen Tanztechnik des Balletts.

Alle Tanzstile verästeln sich zu einer hybriden Mischung in multidisziplinärer Weise. So entstehen eine ständige Veränderung und ein kontinuierlicher Wandel von Form und Denken bis hin zur Einbeziehung neuer Technologien. So entsteht ein großes kreatives Potential im Tanz mit einer sich ständig weiter entwickelnden innovativen Dynamik, in der der Körper in den Mittelpunkt der künstlerischen Praxis rückt und das Bewusstsein für die Realität stärkt. Grundlage sind der Postmoderne Tanz des Judson Dance Theaters der 60er Jahre in den USA und die Entwicklungen des Tanztheaters in Deutschland. Es entsteht eine Situation in welcher der Zuschauer nicht mehr nur noch Empfänger und der Künstler nicht nur noch Bedeutungsträger ist.